Alte Regelung
Fam­i­lien­be­triebe, in denen eine Mitun­ternehmer­schaft zwis­chen den Eheleuten beste­ht, unter­liegen beson­deren Vorschriften bei der Ermit­tlung des steuer­lichen Gewinns ihres Betriebes (Hofs). In der Land­wirtschaft wurde bish­er eine Mitun­ternehmer­schaft zwis­chen den Ehe­gat­ten auch in den Fällen unter­stellt, in denen bei­den erhe­bliche Teile des Grundbe­sitzes zuzurech­nen waren (amtliche Def­i­n­i­tion = Grundbe­sitz gehört den Ehe­gat­ten gemein­sam oder jedem Ehe­gat­ten gehört ein erhe­blich­er Teil des Grundbe­sitzes von mehr als 20 v. H. des Ein­heitswerts des Betriebs zu Alleineigen­tum oder zum Miteigen­tum). Das auch dann, wenn keine ver­tragliche (i. d. R. schriftliche) Vere­in­barung über ein beson­deres Gesellschaftsver­hält­nis vor­lag.

Neue Regelung
Auf­grund aktueller Finanzrecht­sprechung wur­den nun­mehr die Voraus­set­zun­gen, ab wann eine Ehe­gat­ten-Mitun­ternehmer­schaft anzunehmen ist, geän­dert. Zukün­ftig reicht es aus, wenn jed­er Ehe­gat­te min­destens 10 % der land­wirtschaftlichen Nutzfläche (Eigen­tum oder Pacht­flächen) für die Bewirtschaf­tung zur Ver­fü­gung stellt.

Kon­se­quenz
Da die Änderung erst­mals für Wirtschaft­s­jahre gilt, die nach dem 31.12.2009 begin­nen, beste­ht drin­gen­der Gesprächs­be­darf mit dem Steuer­ber­ater. Mit Blick auf die beste­hen­den Eigen­tums- und Nutzungsver­hält­nisse im Einzelfall sollte möglichst bald gek­lärt wer­den, wie sich die steuer­lichen Fol­gen der famil­iären Mitun­ternehmer­schaft in Zukun­ft opti­mal gestal­ten lassen.