Steuer­nachricht­en 19/19 – 05.2011 – Nach­dem in einem früheren Beitrag vor allem das BMF (Schreiben vom 2.3.2011) im Hin­blick auf die Abziehbarkeit der Aufwen­dun­gen für ein häus­lich­es Arbeit­sz­im­mer zu Wort kam, hat sich zwis­chen­zeitlich auch das FG Köln (Urteil vom 19.5.2011 – 10 K 4126/09) mit diesem The­ma befasst. Die Kosten für ein häus­lich­es Arbeit­sz­im­mer kön­nen nach der Entschei­dung des FG Köln auch bei erhe­blich­er Pri­vat­nutzung in Höhe des beru­flichen bzw. betrieblichen Nutzungsan­teils steuer­lich abge­zo­gen wer­den. In dem Ver­fahren beantragte ein Unternehmer den Abzug von 50 % der Kosten für einen jew­eils hälftig als Wohnz­im­mer und zur Erledi­gung sein­er Büroar­beit­en genutzten Raum. Das Gericht gab der Klage grund­sät­zlich statt. Es beschränk­te jedoch die steuer­liche Anerken­nung als Betrieb­saus­gaben auf 1.250 Euro, da das Wohn-/Ar­beit­sz­im­mer im Urteils­fall nicht den Mit­telpunkt der gesamten betrieblichen Tätigkeit darstellte. Das FG stützt seine Entschei­dung im Wesentlichen auf den Großen Sen­at des BFH zur Aufteilung von gemis­cht ver­an­lassten Reisekosten vom 21.9.2009 – GrS 1/06.

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