Steuer­nachricht­en 2/19 – 05.2011 –Der HLBS hat sich im Mai 2011 an das BMF gewen­det mit der Bitte um Klarstel­lung in der Rechts­frage „Real­teilung ohne Aufteilung des Gesamthandsver­mö­gens“.

Das BMF hat­te bish­er die Auf­fas­sung vertreten (BMF v. 9.11.2005 – IV B 2 – S 2241–39/05), dass die Auflö­sung ein­er luf GbR, bei der der Vater das Son­der­be­trieb­sver­mö­gen (Grund und Boden, Hof­stelle) und der Sohn das gesamte Gesamthandsver­mö­gen erhält und den Betrieb als Pacht­be­trieb fort­führt, nicht als steuerneu­trale Real­teilung zu beurteilen sei, weil es an der für eine Real­teilung erforder­lichen Betrieb­sauf­gabe fehle. Der Sohn führt vielmehr den näm­lichen Betrieb fort. Die Über­tra­gung des väter­lichen Anteils am Gesamthandsver­mö­gen stelle eine Ent­nahme dar und führe damit zur Aufdeck­ung der stillen Reser­ven. Da bekan­nt wurde, dass die Einkom­men­steuer-Refer­at­sleit­er von ein­er gewinnneu­tralen Auseinan­der­set­zung (§ 6 Abs. 5 EStG) aus­ge­hen, wurde das BMF um eine offizielle Stel­lung­nahme gebeten.

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