Steuer­nachricht­en 12/19 – 05.2011 –Mit Ver­fü­gung vom 15.6.2011 – S 7100 A – 163 – St 110 hat sich die Ober­fi­nanzdi­rek­tion Frankfurt/Main mit der Umsatzs­teuer für den Bezugsstrom klein­er Energieerzeu­gungsan­la­gen befasst.

Energieerzeu­gungsan­la­gen erzeu­gen nicht nur Energie, son­dern sie benöti­gen auch Strom für den Betrieb der Anlage (Bezugsstrom). Die Clear­ing­stelle EEG (Neu­trale Ein­rich­tung zur Klärung von Stre­it­igkeit­en und Anwen­dungs­fra­gen des EEG) hat dies­bezüglich ermit­telt, dass es sich bei Foto­voltaikan­la­gen mit ein­er Leis­tung von bis zu 30 kW hin­sichtlich des Bezugsstroms um eine Größe von max­i­mal 4 kW/Jahr han­delt.

Die Clear­ing­stelle EEG emp­fiehlt den Betreibern von solchen Anla­gen den Verzicht ein­er geson­derten Erfas­sung des durch die Anlage ver­braucht­en Stroms und die Erfas­sung des erzeugten Stroms durch Ein­rich­tungszäh­ler ohne Rück­lauf­sperre. Aus­drück­lich wird darauf hingewiesen, dass diese Empfehlung nur für den Fall gilt, dass keine anderen Ver­brauch­sein­rich­tun­gen als die Foto­voltaikan­lage selb­st über densel­ben Anschluss Strom aus dem Netz ent­nimmt.

Nach den Erörterun­gen der ober­sten Finanzbe­hör­den des Bun­des und der Län­der gilt Fol­gen­des:

Es stößt nicht auf Bedenken, wenn Betreiber von Foto­voltaik- und Wasserkraftan­la­gen mit ein­er Leis­tung von bis zu 30 kW den erzeugten Strom durch Ein­rich­tungszäh­ler ohne Rück­lauf­sperre erfassen, sofern keine anderen Ver­brauch­sein­rich­tun­gen Strom aus dem­sel­ben Anschluss nutzen. In diesen Fällen wird auf eine umsatzs­teuer­liche Erfas­sung des von der Anlage selb­st ver­braucht­en Stroms sowie des entsprechen­den Ein­speise­s­troms verzichtet.

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