Mit Grund­stücksveräußerun­gen durch Land­wirte befasste sich der Europäis­che Gericht­shof (EuGH) in seinem Urteil vom 15.9.2011 – C‑180/10.

Der EuGH führt aus, dass ein Land­wirt, der seine Tätigkeit auf einem Grund­stück aus­geübt hat, welch­es auf­grund ein­er Bebau­ungs­planän­derung der Kom­mune in ein für eine Bebau­ung vorge­se­henes Grund­stück umk­las­si­fiziert wurde, noch nicht wirtschaftlich (unternehmerisch) han­delt, wenn er begonnen hat, das Grund­stück zu verkaufen, falls die Verkäufe im Rah­men der Ver­wal­tung des Pri­vatver­mö­gens des Land­wirts erfol­gen.

Sofern der Land­wirt jedoch aktive Schritte zum Ver­trieb der Grund­stücke untern­immt, indem er sich ähn­lich­er Mit­tel bedi­ent wie ein Erzeuger, Händler oder Dien­stleis­ten­der (z. B. umfan­gre­iche Werbe­maß­nah­men, Erschließung des Grund­stücks), übt er eine wirtschaftliche Tätigkeit aus und ist fol­glich mehrw­ert­s­teuerpflichtig, dies gilt auch für pauschalierende Land­wirte.

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