Aufwen­dun­gen für die Sanierung eines Fer­tighaus­es sind keine außergewöhn­liche Belas­tung – zu diesem Ergeb­nis kam das Nieder­säch­sis­che Finanzgericht (FG) in seinem Urteil vom 17.2.2011 – 14 K 425/09. Ein Ehep­aar hat­te unwissentlich ein asbesthaltiges Fer­tighaus erwor­ben. In ihrer ESt-Erk­lärung machte das Ehep­aar die Kosten für eine Fas­saden­sanierung als außergewöhn­liche Belas­tung gel­tend. Das FA  erkan­nte jedoch die Aufwen­dun­gen nur als Handw­erk­er­leis­tun­gen im Pri­vathaushalt in Höhe von 600 Euro an. Dem fol­gte auch das FG.  Aufwen­dun­gen zur Besei­t­i­gung von Umwelt­be­las­tun­gen, die Gegen­stände des exis­ten­znotwendi­gen Bedarfs betr­e­f­fen und von denen zumin­d­est eine konkrete Gefahr für die Gesund­heit von Men­schen aus­ge­ht, lassen sich wed­er den nach § 33 EStG zu berück­sichti­gen­den Krankheit­skosten noch den Aufwen­dun­gen zur Wiederbeschaf­fung von exis­ten­znotwendi­gen Gegen­stän­den oder zur Besei­t­i­gung von Schä­den an diesen auf­grund unab­wend­bar­er Ereignisse zuord­nen. Die Revi­sion zum Bun­des­fi­nanzhof wurde zuge­lassen.