Um die Steuer­frei­heit für innerge­mein­schaftliche Liefer­un­gen in Anspruch nehmen zu kön­nen, muss der Unternehmer die Voraus­set­zun­gen durch einen Bele­g­nach­weis erbrin­gen. Die Rech­nung muss einen Hin­weis auf die Steuer­frei­heit der innerge­mein­schaftlichen Liefer­ung enthal­ten, und im Abhol­fall muss ein erforder­lich­er Ver­bringungsnach­weis geführt wer­den. In dem BFH-Urteil v. 12.5.2011 –  V R 46/10 war die innerge­mein­schaftliche Liefer­ung steuerpflichtig, weil der Bele­g­nach­weis für die Steuer­be­freiung nicht geführt wurde. Dies zeigt, dass nur die pein­lich genaue Ein­hal­tung aller For­malien  vor steuer­lichen Risiken bei innerge­mein­schaftlichen Liefer­un­gen schützt.
Das Bun­des­fi­nanzmin­is­teri­um (BMF v.  26.9.2011 – IV D 3 – S 7141/08/10001) teilt mit, dass  innerge­mein­schaftliche Liefer­un­gen steuerpflichtig sind, wenn bewusst falsche Rech­nun­gen aus­gestellt wor­den sind, wodurch  die Iden­tität des Abnehmers ver­schleiert wird, um im Bes­tim­mungs­land eine Mehrw­ert­s­teuer­hin­terziehung zu ermöglichen.