In einem Beschlusses vom 18.5.2011 – X B 124/10 hat sich der BFH erneut mit den Steuer­ber­aterkosten befasst.

Seit dem VZ 2006 kön­nen pri­vate Steuer­ber­atungskosten nicht mehr als Son­der­aus­gaben abge­zo­gen wer­den.  Auch wenn der Steuerpflichtige auss­chließlich betriebliche Einkün­fte aus Gewer­be­be­trieb und darüber hin­aus keine weit­eren Einkün­fte erzielt, darf er die Steuer­ber­atungskosten für das Erstellen der Einkom­men­steuer­erk­lärung auch nicht anteilig als Betrieb­saus­gaben abset­zen, weil das bloße Ein­tra­gen der gewerblichen Einkün­fte gegenüber den pri­vat­en Abzugsposten in der ESt-Erk­lärung eine unbe­deu­tende beru­fliche Mitver­an­las­sung darstellt.

Steuer­ber­atungskosten kön­nen nur dann als Betrieb­saus­gaben oder Wer­bungskosten abge­zo­gen wer­den, wenn sie bei der Ermit­tlung der Einkün­fte anfall­en oder im Zusam­men­hang mit Betrieb­ss­teuern ste­hen (z.B. Gew­St, USt, Grund­s­teuer für Betrieb­s­grund­stücke oder Investi­tion­szu­la­gen).