In sein­er Entschei­dung vom 7.10.2010 – 15 K 3677/08 hat sich das Finanzgericht München damit befasst, ob die Zahlung der Brand­ver­sicherung für infolge eines Brands zer­störte Wirtschafts­güter einen Gewinnzuschlagstatbe­stand gem. § 13 a Abs. 6 EStG darstellt.

Das Finanzgericht hat dabei entsch­ieden, dass Zahlun­gen ein­er Brand­schadensver­sicherung an einen Land- und Forstwirt, der seinen Gewinn gemäß § 13 a Einkom­men­steuerge­setz (EStG) nach Durch­schnittssätzen ermit­telt, für durch höhere Gewalt zer­störte Wirtschafts­güter des Betrieb­sver­mö­gens nach § 13 a EStG bere­its durch den Grund­be­trag abge­golten und nicht durch eine geson­derte Hinzurech­nung nach § 13 a Abs. 6 Satz 1 Nr. 2 (Son­dergewinne aus der Veräußerung oder Ent­nahme von Grund und Boden und Gebäu­den) oder 4 EStG (Gewinne aus der Auflö­sung von Rück­la­gen nach § 6 c und von Rück­la­gen für Ersatzbeschaf­fung) gewin­ner­höhend zu berück­sichti­gen sind.

Es stellt sich die Frage, ob es sich bei § 13a Abs. 6 EStG um eine abschließende Aufzäh­lung von Zuschlags-tatbestän­den han­delt oder nicht.

Die Zer­störung von Wirtschafts­gütern auf­grund höher­er Gewalt und deren Entschädi­gung stellt nach der Entschei­dung des Finanzgericht wed­er eine Veräußerung noch eine Ent­nahme im Sinne des § 13 a Abs. 6 Satz 1 Nr. 2 EStG dar.

Eben­so wenig kommt eine Erhöhung des nach § 13 a Abs. 4 und Abs. 5 EStG ermit­tel­ten Durch­schnittssatzgewinns in Betra­cht, weil eine Rück­lage für Ersatzbeschaf­fung vor­liegend nicht gebildet wurde.