Nach Mei­n­ung des Bun­desrech­nung­shofs (BRH) ist die pauschale Gewin­ner­mit­tlung nach Durch­schnittssätzen nicht mehr zeit­gemäß. Bere­its vor 17 Jahren hat­te der Bun­desrech­nung­shof eine zutr­e­f­fende und gerechte Besteuerung kleiner­er Land- und Forstwirte beim Geset­zge­ber angemah­nt. Die Gewin­ner­mit­tlung wurde daraufhin geän­dert.

Der BRH stellt nun­mehr fest, dass die erhoffte Vere­in­fachung nicht einge­treten ist. Haup­tur­sache für die fest­gestell­ten Män­gel ist die nicht mehr zeit­gemäße Bindung der Gewin­ner­mit­tlung an die Ein­heits­be­w­er­tung. Zurzeit wird der steuer­liche Gewinn nach Durch­schnittssätzen ermit­telt, dies ist als eine vere­in­fachte, pauschalierende Meth­ode gedacht, die kleine land­wirtschaftliche Betriebe von Aufze­ich­nungs- und Buch­führungspflicht­en befre­it. Voraus­set­zun­gen sind unter anderem eine selb­st bewirtschaftete Fläche bis höch­stens 20 Hek­tar und Tierbestände bis höch­stens 50 Viehein­heit­en. Die so ermit­tel­ten steuer­lichen Gewinne fall­en im Ver­gle­ich zu den Land- und Forstwirten, die ihren Gewinn durch Aufze­ich­nung ihrer Ein­nah­men und Aus­gaben ermit­teln, zu niedrig aus.

Um eine vom Geset­zge­ber bezweck­te Förderung der kleineren land- und forstwirtschaftlichen Betriebe bei gle­ichzeit­iger Besei­t­i­gung der steuer­lichen Ungle­ich­be­hand­lung zu erre­ichen, emp­fiehlt der Bun­desrech­nung­shof eine vere­in­fachte Gewin­ner­mit­tlung auf Grund­lage der tat­säch­lich erziel­ten Betrieb­sein­nah­men. Von diesen wären Betrieb­saus­gaben pauschal in Höhe fest­gelegter Prozentsätze der Betrieb­sein­nah­men abzuziehen. Kleinere Land- und Forstwirte wären durch diese Regelung wie bish­er von der Aufze­ich­nungspflicht hin­sichtlich ihrer Aus­gaben befre­it.