Mit dem  Gesetz zur Umset­zung der Beitrei­bungsrichtlin­ie sowie zur Änderung steuer­lich­er Vorschriften (Beitr-RLUmsG) sind vor allem Verbesserun­gen des Infor­ma­tion­saus­tausches zwis­chen EU-Mit­glied­staat­en und eine Erweiterung des Anwen­dungs­bere­ichs der Amt­shil­fe ver­bun­den. Darüber hin­aus enthält das Gesetz auch eine Rei­he steuer­lich­er Regelun­gen, die zum Teil zum Jahreswech­sel in Kraft getreten sind.

Aufwen­dun­gen für ein Erst­studi­um bleiben auch nach der pos­i­tiv­en BFH-Entschei­dung Son­der­aus­gaben. Diese Regelung gilt rück­wirk­end ab 2004, dafür wird ab 2012 der Son­der­aus­gaben­abzug auf 6.000 Euro erhöht. Ab 2012 muss jed­er Riester-Spar­er einen jährlichen Min­desteigen­be­trag von 60 Euro entricht­en. Ab 2014 wird ein neues automa­tisiertes Ver­fahren für den Ein­be­halt der Kirchen­s­teuer auf Kap­i­talerträge einge­führt. Diese wird dann automa­tisch durch die Banken ein­be­hal­ten, und das bish­erige Wahlrecht, die Kirchen­s­teuer nachträglich im Wege der Einkom­men­steuerver­an­la­gung abzuführen, ent­fällt.

Durch eine Änderung des Bew­er­tungs­ge­set­zes ist der Boden­wert kün­ftig aus den Werten ver­gle­ich­bar­er Flächen abzuleit­en, wenn ein Boden­richtwert fehlt. Die bish­erige Anlage 1 zum BewG mit dem Umrech­nungss­chlüs­sel von Tieren in Viehein­heit­en ist über­holt, stattdessen wurde der Umrech­nungss­chlüs­sel durch Ver­wal­tungsvorschrift (R 13.2 Abs. 1 EStR) fest­gelegt.

Bei der beschränk­ten Erb­schaft­s­teuerpflicht wurde dem Erwer­ber ein Antragsrecht eingeräumt, den gesamten Ver­mö­gen­san­fall nach den Regeln der unbeschränk­ten Steuerpflicht behan­deln zu lassen, um den höheren per­sön­lichen Frei­be­trag nutzen zu kön­nen.