Die Ober­fi­nanzdi­rek­tion Nieder­sach­sen (OFD) führt in ihrer Ver­fü­gung vom 10.11.2011 – S 7100–491-St 171 aus, dass ein forstwirtschaftlich­er Zusam­men­schluss (FwZ) ein pri­va­trechtlich­er Zusam­men­schluss von Waldbe­sitzern ist, der den Zweck ver­fol­gt, die Bewirtschaf­tung der angeschlosse­nen Wald­flächen zu verbessern, ins­beson­dere die Nachteile geringer Flächen­größe, ungün­stiger Flächengestalt, der Besitzs­plit­terung, des unzure­ichen­den Wal­dauf­schlusses oder ander­er Struk­tur­män­gel zu über­winden.

Wenn der FwZ im konkreten wirtschaftlichen Inter­esse sein­er Mit­glieder han­delt, wird er unternehmerisch tätig und erbringt Leis­tun­gen im Sinne des Umsatzs­teuerge­set­zes. Vorteile für die Mit­glieder sind beispiel­sweise zu sehen in der Ver­mit­tlung von Holzverkäufen oder bei der Wald­kalkung. Ent­gelt für diese Leis­tun­gen sind die anteili­gen Mit­glieds­beiträge sowie die zusät­zlich zu zahlen­den Gebühren oder Beiträge.

Bei den Zuwen­dun­gen des Lan­des Nieder­sach­sen nach der Richtlin­ie über die Gewährung von Zuwen­dun­gen zur Förderung forstwirtschaftlich­er Zusam­men­schlüsse wird unter­schieden zwis­chen zweck­ge­bun­de­nen und per­so­n­enge­bun­de­nen Zuwen­dun­gen. Während die zweck­ge­bun­de­nen Zuwen­dun­gen Ent­gelt von drit­ter Seite sind, han­delt es sich bei den per­so­n­enge­bun­de­nen Zuschüssen, die die Tätigkeit des FwZ selb­st fördern, um echte nicht steuer­bare Zuschüsse.

Die Aus­gaben sind stets in voller Höhe anzuset­zen, ggf. als Min­dest­be­mes­sungs­grund­lage. Der FwZ ist zum Vors­teuer­abzug berechtigt, dieser wird jedoch durch die Besteuerung der Mit­glieder­beiträge, Gebühren und öffentlichen Zuwen­dun­gen wieder aus­geglichen.