In ein­er Pressemit­teilung vom 4.4.2012 sagt das Finanzmin­is­teri­um des Lan­des Bay­ern Hil­f­s­maß­nah­men für Land­wirte zu, die mit Ern­teaus­fällen auf­grund von Frostschä­den rech­nen müssen. Vor allem im Feb­ru­ar waren mehrere Teile Bay­erns von einem ungewöhn­lich starken Frost betrof­fen. Nach Aus­sage von Finanzmin­is­ter Dr. Markus Söder kön­nen Land­wirte ver­min­dernde Steuer­vo­rauszahlun­gen oder eine Stun­dung von Abgaben beantra­gen.

Stun­dungsanträge kön­nen unter erle­ichterten Voraus­set­zun­gen bis zum 30.6.2012 bewil­ligt wer­den. Dies gilt auch hin­sichtlich der Beantra­gung für eine ver­min­dernde Vorauszahlung auf die Einkom­men­steuer.

Land­wirten, deren Gewinn nach Durch­schnittssätzen ermit­telt wird und die Ern­teaus­fälle durch Frostschä­den hat­ten, kann die Einkom­men­steuer ganz oder teil­weise erlassen wer­den. Für den Fall, dass der Gewinn ander­weit­ig ermit­telt wird, ist es möglich, dass Neuanpflanzungskosten ohne nähere Prü­fung als sofort abziehbare Betrieb­saus­gaben behan­delt wer­den. In einem solchen Fall ist der bish­erige Buch­w­ert beizube­hal­ten.

Darüber hin­aus kündigt der bay­erische Land­wirtschaftsmin­is­ter Hel­mut Brun­ner weit­ere Hil­fen an. Da die Land­wirtschaftliche Renten­bank ihr Förder­pro­gramm Liq­uid­itätssicherung auch für Betriebe geöffnet hat, die von Auswin­terungss­chä­den betrof­fen sind, kön­nen Land­wirte unter bes­timmten Voraus­set­zun­gen zins­gün­stige Dar­lehen beantra­gen. Zudem kön­nen Anträge auf Erlass der Grund­s­teuer bei der zuständi­gen Gemeinde gestellt wer­den (Frist 31.3.2013). Weit­ere Auskün­fte hin­sichtlich der einzel­nen Maß­nah­men erteilen die zuständi­gen Finanzämter.

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