In seinem Urteil vom 15.3.2012 – III R 96/07 hat sich der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) mit der dop­pel­ten Ausweisung von USt befasst. Sofern ein Unternehmer USt dop­pelt ausweist, ohne dass ihm eine Steuer­hin­terziehung vorzuw­er­fen ist, so sind die zusät­zlich geschulde­ten USt-Beträge in den Jahren zu pas­sivieren, in denen sie infolge des dop­pel­ten Ausweis­es ent­standen sind. Nicht möglich ist dies erst im Jahr der Ken­nt­nis dieser Vorgänge durch die Betrieb­sprü­fung. Falls die Rech­nun­gen später berichtigt wer­den, sind die sich daraus ergeben­den Steuervergü­tungs-ansprüche im Jahr der Rech­nungsko­r­rek­tur zu aktivieren. Im vor­liegen­den Fall ermit­telte der Kläger den Gewinn aus seinem Gewer­be­be­trieb durch Ver­mö­gensver­gle­ich. Im Jahr 2005 wurde bei ein­er Außen­prü­fung für die Jahre 2001 bis 2003 fest­gestellt, dass der Kläger in allen drei Stre­it­jahren die USt zum Teil sowohl in den von ihm erteil­ten Abschlagsrech­nun­gen als auch in den Schlussrech­nun­gen aus­gewiesen hat­te. Vor­liegend wur­den die Rech­nun­gen erst nach der Betrieb­sprü­fung berichtigt.

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