Ker­naus­sage
Für die zukün­ftige Anschaf­fung- bzw. Her­stel­lung abnutzbar­er beweglich­er Wirtschafts­güter des Anlagev­er­mö­gens kann ein Investi­tion­s­abzugs­be­trag (max. 40 %) in Anspruch genom­men wer­den. Dies set­zt u. a. voraus, dass das jew­eilige Wirtschaftsgut nicht zu mehr als 10 % pri­vat genutzt wird.
Neue Ver­wal­tungsan­weisung
Der Ober­fi­nanzdi­rek­tion (OFD) Nieder­sach­sen zufolge stellt der pri­vate Ver­brauch des pro­duzierten Stroms keine in diesem Sinne schädliche pri­vate Nutzung dar. Vielmehr ist die unmit­tel­bare Nutzung der Pho­to­voltaikan­lage hier­für entschei­dend; nicht die spätere Ent­nahme des Stroms.
Kon­se­quenz
Wer plant, eine Pho­to­voltaikan­lage zu instal­lieren, die gewerblich genutzt wird, d. h. Strom auch an Dritte liefert, kann den Investi­tion­s­abzugs­be­trag in Anspruch nehmen. Die Höhe des für pri­vate Zwecke ent­nom­men Stroms ist insoweit uner­he­blich. Da es nach Ansicht des Bun­des­fi­nanzhofs (BFH) auch nicht mehr zwin­gend notwendig ist, dass die Anlage im Jahr der Gel­tend­machung des Investi­tion­s­abzugs­be­trags bestellt sein muss, wird es für Betreiber von Pho­to­voltaikan­la­gen ins­ge­samt wesentlich ein­fach­er, den Investi­tion­s­abzugs­be­trag zu nutzen. Zu beacht­en ist aber, dass die Ver­fü­gung auss­chließlich Pho­to­voltaikan­la­gen bet­rifft. Für andere Wirtschafts­güter ste­ht eine pri­vate Nutzung, die 10 % über­steigt, unverän­dert der Bil­dung eines Investi­tion­s­abzugs­be­trags ent­ge­gen. Dies gilt ins­beson­dere für die Anschaf­fung betrieblich­er Kfz durch Einzelun­ternehmer bzw. Per­so­n­enge­sellschaften. Hier wird der Investi­tion­s­abzugs­be­trag häu­fig erst anerkan­nt, wenn der Nach­weis erbracht ist, dass das Kfz zu min­destens 90 % betrieblich genutzt wird.

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