Der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) kommt bei sein­er Entschei­dung vom 14.3.2012 – XI R 26/11 zu dem Ergeb­nis, dass bei der Sanierung eines asbesthalti­gen Daches im Zusam­men­hang mit der Instal­la­tion ein­er Pho­to­voltaikan­lage kein voll­ständi­ger Vors­teuer­abzug zu gewähren ist, da die Maß­nahme zur Erhal­tung des Daches sowohl der Gebäu­de­nutzung unter­halb des Daches als auch der Nutzung für die Errich­tung ein­er Pho­to­voltaikan­lage diene.
Dem­nach ist nur ein anteiliger Vors­teuer­abzug zu gewähren, der nach einem fik­tiv­en Aufteilungss­chlüs­sel (bspw. nach dem Ver­hält­nis fik­tiv­er Mieten) zu bes­tim­men ist. Der BFH fol­gt damit nicht der Recht­sauf­fas­sung der Vorin­stanz (Finanzgericht Rhein­land-Pfalz) und kommt auch bei einem asbesthalti­gen Dach zu keinem anderen Ergeb­nis. Mit dieser Entschei­dung fol­gt der BFH seinen Entschei­dun­gen vom 19.7.2011 – XI R 29/10, XI R 21/10 und XI R 29/0. Er führt zudem aus, dass die Argu­men­ta­tion, dass die Anlage ohne die Neuein­deck­ung der Süd­seite gar nicht hätte betrieben wer­den kön­nen, zum vollen Abzug der Vors­teuern nicht aus­re­iche, da die Erhal­tungs­maß­nah­men auch der Gebäu­de­nutzung zugutekä­men.
Hingewiesen wird in diesem Zusam­men­hang auch auf Ver­fü­gun­gen des Bay­erischen Lan­desamts für Steuern vom 7.8.2012 – S 7300.2.1 – 14/48 St 33. Die Ver­fü­gung befasst sich mit dem Vors­teuer­abzug aus Aufwen­dun­gen für die Dachsanierung oder den Neubau eines anson­sten nich­tun­ternehmerisch ver­wen­de­ten Gebäudes in Zusam­men­hang mit der Errich­tung ein­er Pho­to­voltaikan­lage. Ein Punkt dieser Ver­fü­gung befasst sich mit der Ermit­tlung der fik­tiv­en Mieten, ein weit­er­er mit Pho­to­voltaikan­la­gen auf land­wirtschaftlichen Gebäu­den.

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