In sein­er Entschei­dung vom 16.5.2012 – 10 K 3587/11 hat­te sich das Finanzgericht Köln (FG) mit der Lieb­haberei bei der Ver­mi­etung ein­er Halle trotz pos­i­tiv­er Einkün­fte aus ein­er Pho­to­voltaikan­lage zu befassen.
Vor­liegend hat­te der Ehe­mann seinen land­wirtschaftlichen Betrieb an seine Ehe­frau ver­pachtet. Er über­ließ ihr zudem zwei später errichtete Hallen für eine Monatsmi­ete, die niedriger war als die steuer­lichen Abschrei­bun­gen. Auf die Däch­er dieser Hallen ließ der Ehe­mann Pho­to­voltaikan­la­gen instal­lieren.
Das Finan­zamt lehnte es ab, die Gewinne aus dem Betrieb der Pho­to­voltaikan­la­gen mit den Ver­lus­ten aus der Ver­mi­etung der Hallen zu ver­rech­nen, um somit zu einem Gesamtüber­schuss zu kom­men. Sofern die Ver­mi­etung der Hallen wegen ein­er nicht kos­ten­deck­enden Miete als Lieb­haberei eingestuft wird, sind die Aufwen­dun­gen auch dann nicht abziehbar, wenn aus ein­er auf das Dach aufge­set­zten Pho­to­voltaikan­lage pos­i­tive gewerbliche Einkün­fte erzielt wer­den.
Das FG fol­gte dieser Auf­fas­sung. Der aus­gewiesene Ver­mi­etungsver­lust kann nicht anerkan­nt wer­den, da sich bei ein­er nicht kos­ten­deck­enden Miete kein pos­i­tives Ergeb­nis erzie­len lasse. Das FG führt aus, dass die Ver­mi­etung unab­hängig von der Pho­to­voltaikan­lage zu beurteilen sei, da es sich um wirtschaftlich selb­ständi­ge Tätigkeit­en han­dle (sog. Seg­men­tierung).
Auch eine Aufteilung kann nicht vorgenom­men wer­den, weil es an einem Aufteilungs­maßstab fehlt, sodass auch nicht ein Teil der Kosten der Hallen der Pho­to­voltaikan­lage zugerech­net wer­den kann.

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