Das Finanzgericht Mün­ster (FG) hat in seinem Urteil vom 27.4.2012 – 4 K 3589/09 E entsch­ieden, dass ein Fahrten­buch, das nicht während des ganzen Kalen­der­jahres geführt wird, nicht ord­nungs­gemäß ist. Der Kläger begann für seinen auch zur pri­vat­en Nutzung zur Ver­fü­gung gestell­ten PKW am 1. Mai des Stre­it­jahres ein ord­nungs­gemäßes Fahrten­buch zu führen. Das Finan­zamt ermit­telte den Nutzungsvorteil auch für die Monate nach Beginn der Aufze­ich­nun­gen nach der 1%-Methode. Der Kläger argu­men­tierte, dass die Geburt seines drit­ten Kindes die Pri­vat­nutzungsmöglichkeit­en des Fahrzeugs stark eingeschränkt hätte und es möglich sein müsse, die Ermit­tlungsmeth­ode während des Jahres zu ändern.

Das FG führt aus, dass ein Fahrten­buch nur dann ord­nungs­gemäß sei, wenn es für einen repräsen­ta­tiv­en Zeitraum von min­destens einem Jahr geführt werde. Ein monatlich­er Wech­sel zwis­chen der Fahrten­buch- und der Pauschal­w­ert­meth­ode sei nicht möglich. Das Revi­sionsver­fahren ist beim Bun­des­fi­nanzhof anhängig (Az. VI R 35/12).

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