Ein Steuerpflichtiger kann einen gewerblichen Grund­stück­shan­del betreiben, selb­st wenn er in eigen­er Per­son kein einziges Objekt veräußert hat. So hat der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 22.8.2012 – X R 24/11 zur Zurech­nung von Grund­stücksverkäufen entsch­ieden.

Grund­stücks­geschäfte ein­er Per­so­n­enge­sellschaft sind nach den Aus­führun­gen des BFH nur dann nicht in die bei einem Gesellschafter vorzunehmende zusam­men­fassende Beurteilung einzubeziehen, wenn eine zu einem anderen Zweck gegrün­dete und diesen Zweck ver­fol­gende Gesellschaft im Rah­men ihres gewöhn­lichen Geschäfts­be­triebs aus spez­i­fisch betrieb­s­be­zo­ge­nen Grün­den Grund­stücke veräußert. Eine zusam­men­fassende Würdi­gung der Gesamt­si­t­u­a­tion ist nach Mei­n­ung des BFH auch dann möglich und geboten, wenn ein Gesellschafter – wie hier – sowohl an ein­er ver­mö­gensver­wal­tenden als auch an ein­er mitun­ternehmerischen Per­so­n­enge­sellschaft beteiligt ist (siehe dazu auch BFH vom 3.7.1995 – GrS 1/93, BFHE 178 S. 86).