Ein Altenteil­er kann für emp­fan­gene Sach­leis­tun­gen, die er als wiederkehrende Bezüge ver­s­teuert, die Steuer­ermäßi­gung für Handw­erk­er­leis­tun­gen im Haushalt gel­tend machen, sofern sie auf seinen Haushalt ent­fall­en und die Per­son, die die Sach­leis­tun­gen hin­sichtlich der Altenteilsverpflich­tung erbringt, alle Voraus­set­zun­gen der Steuer-ermäßi­gung erfüllt. So hat das Finanzgericht Nieder­sach­sen (FG) im Urteil vom 16.1.2013 – 2 K 239/12 entsch­ieden.
Wenn dem­nach Kinder ihren Eltern per Altenteil ein lebenslanges Wohn­recht ein­räu­men, so kön­nen die Eltern auf handw­erk­liche Leis­tun­gen die Steuer­ermäßi­gung gel­tend machen, auch wenn sie die Handw­erk­er­rech­nung nicht selb­st zu bezahlen haben.
Geklagt hat­te eine Rent­ner­in, die ihr Haus auf den Sohn über­tra­gen und sich ein lebenslanges Wohn­recht gesichert hat­te. Der Sohn hat­te dies­bezüglich eine „dauernde Last“ gel­tend gemacht. Das Finan­zamt rech­nete der Mut­ter den Vorteil als steuerpflichtiges Einkom­men an.
Die Handw­erk­er­rech­nung wurde durch ihren Sohn beglichen. Das FG rech­nete die Steuer­ermäßi­gung der Mut­ter zu, da sie indi­rekt durch die Handw­erk­er­leis­tun­gen belastet würde.

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