Das Finanzgericht Nieder­sach­sen (FG) hat entsch­ieden, dass die unent­geltliche Abgabe von Wärme aus ein­er Bio­gasan­lage steuer­lich als Ent­nahme gemäß § 4 Abs. 1 Satz 2 Einkom­men­steuerge­setz (EStG) zu werten ist (Urteil vom 12.6.2012 – 13 K 135/10).
Hin­sichtlich der Ermit­tlung des Teil­w­erts eines Wirtschaftsguts stell­ten die Wiederbeschaf­fungs- bzw. Wieder­her­stel­lungskosten regelmäßig die Wer­to­ber­gren­ze und der Einzelveräußerung­spreis, gegebe­nen­falls ver­min­dert um etwaige Veräußerungskosten und einen Unternehmergewinn, die Wer­tun­ter­gren­ze dar. Unter Wiederbeschaf­fungskosten sind diejeni­gen Aufwen­dun­gen zu ver­ste­hen, die vorgenom­men wer­den müssten, um ein Wirtschaftsgut gle­ich­er Art und Güte am Bew­er­tungsstich­tag anzuschaf­fen oder herzustellen. Als Maßstab sind die Wiederbeschaf­fungskosten zu nehmen, die sich in dem betr­e­f­fend­en Betrieb ergeben (betrieb­sin­di­vidu­elle Bew­er­tung). Als Unter­gren­ze für die Bemes­sung des Teil­w­erts ist der Einzelveräußerung­spreis zu nehmen.

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