Bun­destag und Bun­desrat haben das Amt­shil­ferichtlin­ie-Umset­zungs­ge­setz, das unter anderem Recht­sän­derun­gen zur Anpas­sung des Steuer­rechts enthält, nach einem Ver­mit­tlungsver­fahren ver­ab­schiedet.
Das Gesetz enthält zahlre­iche Recht­sän­derun­gen, die das deutsche Steuer­recht ins­beson­dere an Recht und Recht­sprechung der Europäis­chen Union anpassen sollen. Weit­ere Maß­nah­men dienen der Sicherung des Steuer­aufkom­mens oder der Funk­tions­fähigkeit des Besteuerungsver­fahrens.
Es han­delt sich um eine „abge­speck­te“ Ver­sion des Jahress­teuerge­set­zes (JStG) 2013, dem der Bun­desrat am 1. Feb­ru­ar des Jahres die erforder­liche Zus­tim­mung ver­weigerte. Zuvor hat­te der Bun­destag den vom Ver­mit­tlungsauss­chuss vorgelegten Eini­gungsvorschlag abgelehnt. Die vom Bun­desrat ver­wor­fene Fas­sung des JStG 2013 enthielt unter anderem neue Auf­be­wahrungs­fris­ten für steuer­liche Unter­la­gen (z. B. Buchungs­belege, Inventare, Jahresab­schlüsse): ab 2013 rück­wirk­end 8 Jahre (statt 10) und 7 Jahre ab 2015.