In sein­er Entschei­dung vom 13.12.2012 – IV R 51/10 beschäftigte sich der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) mit der Gewin­ner­mit­tlung im Wein­bau. Der Kläger unter­hielt einen Wein­baube­trieb im Neben­er­werb. Die Eigen­tums-
flächen seines Betriebs bestanden lediglich aus Hof- und Gebäude­flächen. Die Wein­bau­flächen hat­te der Kläger zugepachtet. Die Voraus­set­zun­gen für eine Durch­schnittssatzgewin­ner­mit­tlung lagen nach Auf­fas­sung des BFH nicht vor. Die Höhe des Grund­be­trags richtet sich bei der land­wirtschaftlichen Nutzung ohne Son­derkul­turen nach dem Hek­tar­w­ert der selb­st bewirtschafteten Fläche. Liegt Son­der­nutzung vor, deren Werte gewisse Beträge über­steigen, ist für jede Son­der­nutzung ein Zuschlag vorzunehmen. Daraus hat der BFH gefol­gert, dass für einen luf Betrieb der Gewinn nur dann nach Durch­schnittssätzen ermit­telt wer­den darf, wenn zu ihm selb­st bewirtschaftete land­wirtschaftliche Nutzflächen gehören. Dem­nach ist die Durch­schnittssatzgewinn-
ermit­tlung solchen Klein­be­trieben nicht ges­tat­tet, deren Tätigkeit sich auf eine Son­der­nutzung beschränkt

Tagged with →  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.