Das Finanzgericht Köln (FG) hat entsch­ieden (Urteil vom 10.4.2013 – 4 K 2910/10), dass die Auflö­sung ein­er Ansparab­schrei­bung im Rah­men ein­er Ein­nah­men-Über­schuss-Rech­nung nicht zu berück­sichti­gen ist, soweit es darum geht, ob die für einen Investi­tion­s­abzugs­be­trag (IAB) maßge­bliche Gewin­ngren­ze einge­hal­ten wird.
Vor­liegend erk­lärte der Kläger (Freiberu­fler) für das Stre­it­jahr einen Gewinn i. H. v. 64.000 Euro. Bei der Gewin­ner­mit­tlung erfasste er „Ein­nah­men“ i. H. v. 100.000 Euro aus der Auflö­sung ein­er Ansparab­schrei­bung neb­st Gewinnzuschlag und nahm eine Gewin­n­min­derung durch einen Investi­tion­s­abzugs­be­trag i. H. v. 120.000 Euro in Anspruch.
Das Finan­zamt berück­sichtigte den Investi­tion­s­abzugs­be­trag nicht. Die Behörde war der Auf­fas­sung, dass die nach § 7g Abs. 1 Nr. 1c Einkom­men­steuerge­setz (EStG) maßge­bliche Gewin­ngren­ze (100.000 Euro) über­schrit­ten sei. Bei der Ermit­tlung des insoweit maßgeben­den Gewinns sei zwar auf den „Gewinn ohne Berück­sich­ti­gung des IAB“ abzustellen, jedoch seien eine aufzulösende Ansparab­schrei­bung sowie der darauf ent­fal­l­ende Gewinnzuschlag als Betrieb­sein­nahme anzuset­zen.
Das Finanzgericht fol­gte dem nicht. Das Gericht führte aus, dass die Auflö­sung der gebilde­ten Anspar­rück­lage bei der Ermit­tlung des maßge­blichen Gewinns aus sys­tem­a­tis­chen Erwä­gung und nach dem Sinn und Zweck der Norm unberück­sichtigt bleiben müsse. Alle auf der steuer­lichen Investi­tions­förderung beruhen­den Gewinnko­r­rek­turen seien insoweit zu neu­tral­isieren. Gegen die Entschei­dung wurde Revi­sion ein­gelegt (Akten­ze­ichen beim Bun­des­fi­nanzhof: VIII R 29/13).

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