Wenn ein Unternehmer sowohl einen der Regelbesteuerung als auch einen der Vors­teuer­pauschalierung unter­liegen­den land­wirtschaftlichen Betrieb unter­hält, muss er die Entschei­dung des Finanzgerichts Köln (FG) vom 22.5.2013 – 8 K 2094/10 beacht­en.
Danach macht es das Ver­bot des § 24 Abs. 1 Satz 4 Umsatzs­teuerge­setz (UStG) erforder­lich, die einzel­nen Leis­tungs­bezüge je einem der bei­den Unternehmen zuzuord­nen und damit die jew­eili­gen Vors­teuer­be­träge in die nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Umsatzs­teuerge­setz abziehbaren und die der Vors­teuer­pauschale unter­liegen­den Beträge aufzuteilen.
Abzustellen ist dabei auf die Zuord­nungsentschei­dung des Unternehmers, sofern diese mit objek­tiv­en Gegeben­heit­en übere­in­stimmt. Wenn die Ein­gangsleis­tun­gen vertret­bare Sachen sind, ist die Zuord­nung nach dem voraus­sichtlichen Umfang des Gebrauchs in dem land- und forstwirtschaftlichen und in dem übri­gen Betrieb­steil vorzunehmen. Gegebe­nen­falls muss die Aufteilung geschätzt wer­den. Wenn der Unternehmer einen ein­heitlichen Gegen­stand anschafft, der in bei­den Betrieb­steilen genutzt wird, ste­ht ihm der Vors­teuer­abzug nach der jew­eili­gen anteili­gen Ver­wen­dung in den bei­den Bere­ichen zu.
Die Notwendigkeit, eine Zuord­nung der bezo­ge­nen Ein­gangsleis­tung zu einem der Betrieb­steile vorzunehmen, ergibt sich aus § 24 Abs. 3 Umsatzs­teuerge­setz. Diese Regelung schreibt vor, dass der land- und forstwirtschaftliche Betrieb in der Gliederung eines Unternehmens als geson­dert geführter Betrieb zu behan­deln ist, was bedeutet, dass auch die Vors­teuer für diesen Betrieb getren­nt zu behan­deln ist.

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