Die Ober­fi­nanzdi­rek­tion Nieder­sach­sen (OFD) hat in ihrer Ver­fü­gung vom 19.6.2013 – S 2291 – 28 St 282 Aus­führun­gen zur Anwen­dung der ermäßigten Steuer­sätze bei Holznutzun­gen infolge höher­er Gewalt gemacht.
Die Anwen­dung der ermäßigten Steuer­sätze set­zt die unverzügliche Mel­dung des Schadens­falls bei der zuständi­gen Finanzbe­hörde voraus. In Nieder­sach­sen ist die zuständi­ge Finanzbe­hörde das örtliche Finan­zamt.
Nach Schaden­sein­tritt bzw. Schadens­fest­stel­lung infolge höher­er Gewalt hat der Land- und Forstwirt unverzüglich eine Mit­teilung (Voran­mel­dung) auf amtlichem Vor­druck beim zuständi­gen Finan­zamt einzure­ichen. Daraus müssen sich Ort, Fläche, Ursache und Art des Schadens, der Zeit­punkt des Schaden­sein­tritts sowie die voraus­sichtlich anfal­l­en­den Holz­massen ergeben. Nach Aufar­beitung und Ver­mes­sung des Holzan­falls sind die tat­säch­lichen Holza­uf­nah­meergeb­nisse unverzüglich dem Finan­zamt in einem Nach­weis (Abschlussmeldung) auf einem amtlichen Vor­druck zu über­mit­teln.
Die beim Finan­zamt einzure­ichende Voran­mel­dung und Abschlussmeldung wer­den umge­hend zur Über­prü­fung der Kalamität durch Forstsachver­ständi­ge an die Abteilung Steuer der OFD weit­ergeleit­et. Das Ergeb­nis dieser Über­prü­fung durch den Forstsachver­ständi­gen wird dem Steuerpflichti­gen mit­geteilt.
Kalamität­snutzun­gen wer­den im Fest­stel­lungsver­fahren bzw. Ver­an­la­gungsver­fahren nur in dem von den Forstsachver­ständi­gen auf­grund der Abschlussmeldung über­prüften und fest­gestell­ten Umfang anerkan­nt.

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