Da der Umsatzs­teuer Liefer­un­gen und son­stige Leis­tun­gen von Unternehmen unter­liegen, wird zwis­chen Fiskus und Wirtschaft immer wieder um den Unternehmens­be­griff gerun­gen. Dabei geht es steuer­lich um die sog. Organ­schaft.
In einem solchen Fall wird inner­halb ein­er Unternehmensgruppe eine rechtlich selb­ständi­ge Per­son (die Organge­sellschaft) in eine andere rechtlich selb­ständi­ge Per­son (den Organträger) so inte­gri­ert, dass die steuer­lichen Vorgänge wie z.B. die Waren­liefer­un­gen der Organge­sellschaft dem Organträger als eigene zugerech­net wer­den. Bei­de Per­so­n­en erscheinen dadurch als ein ein­heitlich­er Steuerpflichtiger.
Voraus­set­zung ist die organ­isatorische und wirtschaftliche Eingliederung der Organge­sellschaft in einem Ver­hält­nis der Über- und Unterord­nung. Die organ­isatorische Eingliederung set­zt voraus, dass der Organträger die mit der finanziellen Eingliederung ver­bun­dene Möglichkeit der Beherrschung der Tochterge­sellschaft durch die Art und Weise der Geschäfts­führung wahrn­immt.
Für die wirtschaftliche Eingliederung müssen die Unternehmens­bere­iche von Organträger und Organge­sellschaft miteinan­der ver­flocht­en sein. Dabei kann die wirtschaftliche Eingliederung auf ent­geltlichen Leis­tun­gen des Mehrheits­ge­sellschafters (Organträger) gegenüber sein­er Tochterge­sellschaft (Organge­sellschaft) beruhen.
Das Finanzgericht München hat in einem Urteil vom 13.3.2013 – 3 K 235/10 entsch­ieden, dass auch eine Per­so­n­enge­sellschaft in der Rechts­form ein­er GmbH & Co KG in das Unternehmen eines Organträgers in diesem Sinne eingegliedert sein kann.

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