In der Ver­fü­gung vom 26.8.2013 – S 7316.2.1–3/5 St33 hat sich das Bay­erische Lan­desamt für Steuern (LfSt) mit der Vors­teuerko­r­rek­tur beschäftigt.
Ein umsatzs­teuerpflichtiger Unternehmer erhält für die für sein Unternehmen angeschafften Gegen­stände die darauf anfal­l­ende Umsatzs­teuer als Vors­teuer zurück. Wer­den die gekauften Gegen­stände jedoch nicht zu 100 % für das Unternehmen genutzt, ist zu einem späteren Zeit­punkt die Vors­teuer zu kor­rigieren. Das LfSt hat sich mit Umlaufver­mö­gen beschäftigt, das eben­falls zu ein­er solchen Vors­teuerko­r­rek­tur führen kann.
Sog. Berich­ti­gung­sob­jek­te sind Wirtschafts­güter, die ein­ma­lig zur Aus­führung von Umsätzen ver­wen­det wer­den. Nach dieser Def­i­n­i­tion ist es Umlauf-, aber es kann sich auch um Anlagev­er­mö­gen han­deln.
Für die Beurteilung, ob es zu ein­er Änderung der Ver­hält­nisse im Hin­blick auf die Vors­teuerko­r­rek­tur gekom­men ist, ist die tat­säch­liche Ver­wen­dung des Wirtschaftsgutes im Ver­gle­ich zum Zeit­punkt des ursprünglichen Vors­teuer­abzugs rel­e­vant. Es kann dabei zu ein­er Änderung der Ver­wen­dung, zu einem Verkauf oder zu ein­er Ent­nahme durch den Unternehmer gekom­men sein. Die Berich­ti­gung muss zum Zeit­punkt der tat­säch­lichen, geän­derten Ver­wen­dung erfol­gen, sofern diese vom ursprünglichen Ver­wen­dungszweck abwe­icht.
Bei der Vors­teuer­berich­ti­gung ist von der gesamten Vors­teuer auszuge­hen, wobei das prozen­tuale Ver­hält­nis des ursprünglichen Vors­teuer­abzugs zum Vors­teuer­vol­u­men ins­ge­samt zu Grunde zu leg­en ist. Die Vors­teuer­berich­ti­gung unterbleibt, sofern die Vors­teuer des jew­eili­gen Gegen­stands nicht mehr als 1.000 Euro beträgt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.