Nach den Aus­führun­gen des Finanzgerichts Sach­sen (FG) vom 9.1.2013 – 2 K 1710/12 ist der Frei­be­trag für land- und forstwirtschaftliche Einkün­fte nach § 13 Abs. 3 Einkom­men­steuerge­setz (EStG) zunächst von den nicht nach § 34 EStG begün­stigten Einkün­ften aus Land- und Forstwirtschaft abzuziehen und min­dert in verbleiben­der Höhe die außeror­dentlichen Einkün­fte aus Land- und Forstwirtschaft (LuF).
Gemäß § 34 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Nr. 1 EStG beträgt die für die außeror­dentlichen Einkün­fte anzuset­zende Einkom­men­steuer das Fünf­fache des Unter­schieds­be­trags zwis­chen der Einkom­men­steuer für das um diese Einkün­fte ver­min­derte zu ver­s­teuernde Einkom­men und der Einkom­men­steuer für das verbleibende zu ver­s­teuernde Einkom­men zuzüglich eines Fün­f­tels dieser Einkün­fte.
Beim Berech­nungsver­fahren ist das zu ver­s­teuernde Einkom­men um die außeror­dentlichen Einkün­fte zu min­dern, um die Einkom­men­steuer auf das zu verbleibende Einkom­men zu ermit­teln. Die abzuziehen­den außeror­dentlichen Einkün­fte sind dabei nach den Aus­führun­gen des FG um den darauf ent­fal­l­enen Frei­be­trag nach § 13 Abs. 3 EStG zu min­dern.
Sie sind aber zunächst von den nicht nach § 34 EStG begün­stigten Einkün­ften der­sel­ben Einkun­ft­sart abzuziehen. Sind in dem Einkom­men Einkün­fte aus LuF enthal­ten und beste­hen diese zum Teil aus ermäßigt zu besteuern­den außeror­dentlichen Einkün­ften, ist der Frei­be­trag zunächst von den nicht nach § 34 EStG begün­stigten Einkün­ften aus LuF abzuziehen. Anschließend ist vom verbleiben­den zu ver­s­teuern­den Einkom­men 1/5 der außeror­dentlichen Einkün­fte hinzuzurech­nen.

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