Die Beteiligten stre­it­en sich um die Hinzurech­nung von Schuldzin­sen als nicht abzugs­fähige Betrieb­saus­gaben nach § 4 Abs. 4a Einkom­men­steuerge­setz (EStG) in Höhe von 85 Euro. Der Kläger unter­hält einen land­wirtschaftlichen Betrieb, den er zunächst bis Feb­ru­ar 2004 von sein­er Mut­ter gepachtet hat­te, der ihm dann aber unent­geltlich im Wege der vor­weggenomme­nen Erb­folge über­tra­gen wurde.
Nach­dem das Finan­zamt durch Schätzung der Besteuerungs­grund­la­gen den Ver­lustvor­trag auf 0 Euro fest­ge­set­zt hat­te, blieb im Ein­spruchsver­fahren und im Klagev­er­fahren (bei nachgere­ichter ESt-Erk­lärung) nur stre­it­ig, ob betriebliche Schuldzin­sen nach § 4 Abs. 4a EStG abzugs­fähig sind.
Der Kläger ver­trat die Auf­fas­sung, dass die Wirtschafts­güter, die er im Rah­men der Hofüber­gabe unent­geltlich erhal­ten habe, zum Buch­w­ert in den ursprünglich gepachteten Betrieb ein­gelegt wor­den seien. Davon aus­ge­hend lägen im Stre­it­jahr Unter­ent­nah­men i. S. d. § 4 Abs. 4a EStG vor, die ein­er Hinzurech­nung von Schuldzin­sen ent­ge­gen­stün­den.
Die Klage hat­te keinen Erfolg. Nach Auf­fas­sung des Finanzgerichts stellt der Über­gang eines Betriebs beim Recht­snach­fol­ger keine Ein­lage dar.
Im Revi­sionsver­fahren bestätigte der BFH mit Urteil vom 12.12.2013 – IV R 17/10 die Auf­fas­sung des Finanzgerichts. Die Rechtssache wurde jedoch an das FG zurück­ver­wiesen, da Fest­stel­lun­gen dazu fehlten, ob im über­tra­ge­nen Ver­pach­tungs­be­trieb zum Zeit­punkt des Betrieb­süber­gangs Unter­ent­nah­men i. S. d. § 4 Abs. 4a EStG vor­la­gen, die die Über­ent­nah­men des Klägers ganz oder teil­weise kom­pen­sierten.

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