Mit seinem Urteil vom 16.1.2014 – V R 28/13 hat der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) in höch­strichter­lich­er Recht­sprechung bestätigt, dass zur Iden­ti­fizierung ein­er abgerech­neten Leis­tung in ein­er Rech­nung für Zwecke des Vors­teuer­abzugs auch andere Geschäft­sun­ter­la­gen herange­zo­gen wer­den kön­nen. Damit bestätigte der BFH seine Recht­sprechung vom 10.11.1994 – V R 45/93. Die Geschäft­sun­ter­la­gen, auf die Bezug genom­men wird, müssen der Rech­nung jedoch nicht beige­fügt wer­den.
Ein Unternehmer ist gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Umsatzs­teuerge­setz (UStG) berechtigt, die geschuldete Umsatzs­teuer für Liefer­un­gen und son­stige Leis­tun­gen als Vors­teuer abzuziehen, sofern es sich um einen Umsatz durch ein anderes Unternehmen für sein Unternehmen han­delt.
Voraus­set­zung ist jedoch, dass eine Rech­nung erstellt wurde, die den geset­zlichen Bes­tim­mungen entspricht, die in § 14 Abs. 4 UStG aufge­führt sind. Eine Rech­nung hat nach den geset­zlichen Vor­gaben u. a. auch Angaben über den Umfang und die Art der Leis­tung zu enthal­ten (§ 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 5 UStG).
Nach den Aus­führun­gen des BFH kann zur Iden­ti­fizierung der abgerech­neten Leis­tung in der Rech­nung auch auf andere Unter­la­gen ver­wiesen wer­den. Voraus­set­zung dafür ist, dass in der Rech­nung ein aus­drück­lich­er Ver­weis auf diese Unter­la­gen aufgenom­men wird und die Unter­la­gen, auf die Bezug genom­men wurde, die erbrachte Leis­tung ein­deutig beze­ich­nen. Weit­er führt der BFH aus, dass es nicht erforder­lich ist, dass die Geschäft­sun­ter­la­gen, auf die in der Rech­nung Bezug genom­men wird, der Rech­nung beige­fügt wer­den.

Tagged with →