In seinem Urteil vom 21.11.2013 – IX R 12/13 hat­te der Bun­des­fi­nanzhof (BFH) zu entschei­den, auf welche Weise eine zu hohe Abset­zung für Abnutzung (AfA) bei pri­vat­en Gebäu­den berichtigt wer­den kann.
Gemäß § 7 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a Einkom­men­steuerge­setz (EStG) kön­nen bei Gebäu­den im Pri­vatver­mö­gen AfA-Beträge in fes­ten, über die Nutzungs­dauer fal­l­en­den Staffel­sätzen abge­zo­gen wer­den (sog. degres­sive AfA). Wenn Son­der­ab­schrei­bun­gen vorgenom­men wur­den, ist vorge­se­hen, dass sich die AfA nach Ablauf des Begün­s­ti­gungszeitraums der Son­der­ab­schrei­bung nach dem Rest­wert und den unter Berück­sich­ti­gung der Rest­nutzungs­dauer maßgeben­den gle­ich­bleiben­den Staffel­sätzen bemisst (sog. lin­eare AfA).
Im vor­liegen­den Fall hat­te der Kläger zunächst Son­derge­bi­etsab­schrei­bun­gen (Förderge­bi­ets­ge­setz) und anschließend nach Fer­tig­stel­lung und Ablauf des Begün­s­ti­gungszeitraums das Gebäude degres­siv nach fes­ten Staffel­sätzen abgeschrieben. Nach­dem das Finan­zamt fest­gestellt hat­te, dass die degres­sive AfA zu Unrecht in Anspruch genom­men wor­den war, berichtigte es sie für die Jahre 2007 bis 2009. Der BFH fol­gte den Berech­nun­gen des Finan­zamts. Eine degres­sive AfA nach Vor­nahme der Son­der­ab­schrei­bung war nicht möglich.
Nach den Aus­führun­gen des BFH bemisst sich die Rest­wertab­schrei­bung hier nach der sog. lin­earen AfA. Sofern zu Unrecht degres­sive Abschrei­bun­gen vorgenom­men wur­den, ist die Berich­ti­gung in der Weise vorzunehmen, dass die geset­zlichen Abschrei­bungssätze auf die bish­erige Bemes­sungs­grund­lage bis zur vollen Abset­zung des noch vorhan­de­nen Rest­buch­w­erts angewen­det wer­den. Folge: Verkürzung der AfA-Dauer.

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