Am 30.4.2014 hat das Bun­desk­abi­nett einen Ref­er­ente­nen­twurf zur Änderung steuer­lich­er Vorschriften in das Geset­zge­bungsver­fahren einge­bracht. Neben umfassenden Änderun­gen, Anpas­sun­gen und Vere­in­fachun­gen enthält der Geset­zen­twurf auch notwenige Änderun­gen im Zusam­men­hang mit dem Beitritt Kroa­t­iens in die EU. Die Neuregelun­gen wer­den – mit Aus­nah­men – grund­sät­zlich ab dem 1.1.2015 gel­ten.
Die Änderun­gen betr­e­f­fen unter anderem Altersvor­sorge­beiträge (beru­flich­er Umzug, Anbi­eter von Riester-Verträ­gen), die Fifo-Meth­ode (Han­del mit Fremd­währungs­be­trä­gen, first-in-first-out) und den Freis­tel­lungsauf­trag (Abfragemöglichkeit hin­sichtlich der Iden­ti­fika­tion­snum­mer).
Der erweit­erte Inlands­be­griff „Fes­t­landssock­el“ soll durch den Begriff „Auss­chließliche Wirtschaft­szone“ erset­zt wer­den, um die Besteuerung der Off­shore-Anla­gen zur Winden­ergiegewin­nung und damit zusam­men­hän­gen­der Dien­stleis­tun­gen sicherzustellen.
Die sog. Mut­ter-Tochter-Richtlin­ie wird auf den beige­trete­nen Staat Kroa­t­ien erweit­ert. Somit bleibt eine nach dem 30.6.2013 erfol­gte Gewin­nauss­chüt­tung ein­er inländis­chen Tochterge­sellschaft an ihre kroat­is­che Mut­terge­sellschaft vom Kap­i­taler­trag­s­teuer­abzug befre­it.
Weit­ere Änderun­gen betr­e­f­fen das EU-Pro­gramm „Eras­mus+“, den Lohn­s­teuer­abzug (Vor­sorgepauschale), die Gren­zw­erte für die Abgabe ein­er jährlichen Anmel­dung der Lohn­s­teuer, Änderun­gen hin­sichtlich der Lohn­s­teuerbescheini­gung sowie Änderun­gen bei den Regelun­gen zu den Reisekosten.