Bere­its Ende 2012 hat­ten die Bun­deslän­der ein Maß­nah­men­paket zur Vere­in­fachung des Steuer­rechts (StVere­in­fG 2013) beschlossen. Auf­grund der Neuwahl des Bun­destags im Herb­st 2013 war das Vorhaben zunächst gescheit­ert. Nun haben die Län­der Rhein­land-Pfalz und Hes­sen mit Bre­men und Schleswig-Hol­stein das Gesetz erneut einge­bracht.
Der Geset­zen­twurf umfasst u.a. eine Erhöhung der Pausch­be­träge für behin­derte Men­schen, Vere­in­fachun­gen bei Abzug und Nach­weis von Pflegekosten sowie beim steuer­lichen Abzug von Unter­halt­sleis­tun­gen, eine Erhöhung des Arbeit­nehmer-Pausch­be­trags, eine Pauschalierung der Kosten für ein häus­lich­es Arbeit­sz­im­mer, eine zwei­jährige Gültigkeit von Frei­be­trä­gen im Lohn­s­teuer­abzugsver­fahren sowie eine Angle­ichung der Steuer­frei­heit von Arbeit­ge­ber­leis­tun­gen zur Kinder­be­treu­ung.
Geplant sind darüber hin­aus eine Senkung der 44-Euro-Frei­gren­ze für Sach­bezüge auf 20 Euro, die Ein­führung eines Sock­el­be­trags von 300 Euro bei der Steuer­ermäßi­gung für Handw­erk­er­rech­nun­gen, den Weg­fall der steuer­lichen Aus­nah­men für Ini­tia­toren­vergü­tun­gen (Car­ried Inter­est) sowie eine Vere­in­fachung des Ver­lustabzugs bei beschränk­ter Haf­tung.
Der Bun­desrat hat­te am 14.3.2014 beschlossen, den Geset­zen­twurf zum StVere­in­fG beim Deutschen Bun­destag einzubrin­gen. Das Bun­desk­abi­nett hat am 30.4.2014 Vorschläge zur Steuervere­in­fachung abgelehnt. Neu ist, dass das Kabi­nett den Vorschlag zur Umstel­lung der Ver­lustver­rech­nungs­beschränkung im Rah­men des § 15a EStG auf das „Steuer­bilanz­mod­ell“ im Gegen­satz zu früher nun­mehr ablehnt. In sein­er Stel­lung­nahme vom 14.12.2012 war noch die Prü­fung des Vorschlages vorge­se­hen.