Die Genehmi­gung zum Umbruch von Dauer­grün­land wird meist an die Auflage geknüpft, neues Dauer­grün­land anzule­gen. Die Auflage kann erfüllt wer­den, indem sich ein Drit­ter gegenüber dem Antrag­steller ver­traglich verpflichtet, Dauer­grün­land neu anzule­gen und zu erhal­ten. Zur steuer­rechtlichen Behand­lung der dafür geleis­teten Zahlun­gen nimmt das Finanzmin­is­teri­um Schleswig-Hol­stein mit Schreiben vom 30.6.2014 – VI 312 – S 2230 – 253 (aktu­al­isierte Kurz­in­fo ESt 2012/53 vom 17.12.2012) Stel­lung:
Die Genehmi­gung zum Umbruch von Dauer­grün­land ist kein eigenes Wirtschaftsgut, son­dern eine dem Grund und Boden anhaf­tende Eigen­schaft, die in die Kauf­pre­is­find­ung ein­fließt. Der Zahlungspflichtige muss für die Zahlun­gen bei Bilanzierung einen aktiv­en Rech­nungsab­gren­zungsposten bilden, der über die Ver­tragslaufzeit aufzulösen ist. Bei Gewin­ner­mit­tlung durch Ein­nah­men-Über­schuss­rech­nung (§ 4 Abs. 3 Einkom­men­steuerge­setz – EStG) ist die Zahlung bei Abfluss als Betrieb­saus­gabe abzugs­fähig. Bei Gewin­ner­mit­tlung nach Durch­schnittssätzen ist die Zahlung nach § 13a Abs. 3 Satz 2 EStG abzuset­zen.
Bei einem Zahlungsempfänger mit Gewinn-einkün­ften ist entsprechend ein pas­siv­er Rech­nungsab­gren­zungsposten zu bilden und über die Ver­tragslaufzeit aufzulösen (Bilanzierung) bzw. als Betrieb­sein­nahme oder Zufluss nach § 13a Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 EStG zu erfassen.
Bei einem Zahlungsempfänger mit Einkün­ften aus Ver­mi­etung und Ver­pach­tung sind die Ein­nah­men im Zeit­punkt des Zuflusses als vere­in­nahmter Pachtzins nach § 21 Abs. 1 EStG zu erfassen.

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