Nach den Bes­tim­mungen des § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 und Nr. 2 Satz 2 Einkom­men­steuerge­setz (EStG) kann der niedrigere Teil­w­ert nur ange­set­zt wer­den, wenn eine voraus­sichtlich dauernde Wert­min­derung vor­liegt. Gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 4 und Nr. 2 Satz 3 EStG gilt ein strik­tes Wer­taufhol­ungs­ge­bot. In seinem Schreiben vom 16.7.2014 – IV C 6 – S 2171-b/09/10002 macht das Bun­des­fi­nanzmin­is­teri­um (BMF) im Ein­vernehmen mit den ober­sten Finanzbe­hör­den der Län­der dazu weit­ere Aus­führun­gen. Die Ermit­tlung des Teil­w­erts wird dabei eben­so dargestellt wie der Begriff „voraus­sichtlich dauernde Wert­min­derung“.
Beispiele zu den Wirtschafts­gütern des abnutzbaren Anlagev­er­mö­gens, zu den Wirtschafts­gütern des nichtab­nutzbaren Anlagev­er­mö­gens sowie zum Umlaufver­mö­gen ergänzen die Darstel­lun­gen im BMF-Schreiben. Weit­ere Aus­führun­gen betr­e­f­fen das Wer­taufhol­ungs­ge­bot. Auf­grund dessen ergibt sich der Wer­tansatz eines Wirtschaftsguts für jeden Bilanzs­tich­tag aus dem Ver­gle­ich der um die zuläs­si­gen Abzüge geminderten Anschaf­fungs- oder Her­stel­lungskosten oder des an deren Stelle tre­tenden Werts als der Bew­er­tung­sober­gren­ze und dem niedrigeren Teil­w­ert als der Bew­er­tung­sun­ter­gren­ze.
Zu Verbindlichkeit­en, die Kurss­chwankun­gen unter­liegen, enthält das BMF-Schreiben aus­führliche Grund­sätze, die mit Aus­führun­gen zu Verbindlichkeit­en des laufen-den Geschäftsverkehrs ergänzt wer­den. Die Grund­sätze dieses Schreibens sind in allen offe­nen Fällen anzuwen­den, soweit § 176 Abgabenord­nung ein­er Änderung nicht ent­ge­gen­ste­ht. Zu eini­gen Punk­ten enthält das BMF-Schreiben geson­derte Regelun­gen zur zeitlichen Anwen­dung.

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