Der Bun­des­fi­nanzhofs (BFH) hat im Urteil vom 21.11.2013 – IX R 12/13 darüber entsch­ieden, auf welche Weise eine zu hohe Abset­zung für Abnutzung (AfA) bei Gebäu­den im Pri­vatver­mö­gen berichtigt wer­den kann, wenn die entsprechen­den Steuerbeschei­de ver­fahren­srechtlich nicht mehr geän­dert wer­den kön­nen.
Im vor­liegen­den Fall wur­den zunächst Son­derge­bi­etsab­schrei­bun­gen nach dem Förderge­bi­ets­ge­setz in Anspruch genom­men und anschließend das Gebäude degres­siv nach fes­ten Staffel­sätzen abgeschrieben.
Nach­dem das Finan­zamt (FA) fest­gestellt hat­te, dass die degres­sive AfA zu Unrecht in Anspruch genom­men wor­den war, berichtigte es in den Stre­it­jahren 2007 bis 2009 die AfA, indem es die (typ­isierte) 50-jährige Gesamt­nutzungs­dauer nach § 7 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a Einkom­men­steuerge­setz (EStG) um den fün­fjähri­gen Begün­s­ti­gungszeitraum der Son­der­ab­schrei­bung ver­ringerte und den so ermit­tel­ten AfA-Satz von 2,22 % der Bemes­sungs­grund­lage vom Rest­wert bis zur vollen Abset­zung in Abzug brachte.
Der BFH fol­gte der Mei­n­ung des FA. Er hat zudem entsch­ieden, dass eine degres­sive AfA nach Vor­nahme ein­er Son­der­ab­schrei­bung aus­geschlossen ist. Sofern degres­sive Abschrei­bun­gen zu Unrecht vorgenom­men wur­den, ist die Berich­ti­gung zu hoch vorgenommen­er und ver­fahren­srechtlich nicht mehr änder­bar­er AfA bei Gebäu­den im Pri­vatver­mö­gen in der Weise vorzunehmen, dass die geset­zlich vorgeschriebe­nen Abschrei­bungssätze auf die bish­erige Bemes­sungs­grund­lage bis zur vollen Abset­zung des noch vorhan­de­nen Rest­buch­w­erts angewen­det wer­den. Dies bedeutet eine Verkürzung der AfA-Dauer.

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