In sein­er Sitzung am 19.12.2014 hat der Bun­desrat dem Zol­lkodex-Anpas­sungs­ge­setz zuges­timmt. Die vom Bun­destag ver­ab­schiede­ten Neuregelun­gen zu § 13a EStG treten damit zum Jahres­be­ginn 2015 (WJ = KJ bzw. ab Jahr 2015/16) in Kraft.
Die Gewin­ner­mit­tlung nach Durch­schnittssätzen (GnD) bleibt in ihrer Struk­tur unverän­dert, eben­so bleibt die Mit­teilungspflicht der Finanzver­wal­tung zur Fest­stel­lung der Beendi­gung der GnD erhal­ten.
Das Gesetz zur Anpas­sung der Abgabenord­nung an den Zol­lkodex der Union und zur Änderung weit­er­er steuer­lich­er Vorschriften (Zol­lkodex-Anpas­sungs­ge­setz, BT-Drs. 18/3017) bringt u. a. fol­gende Änderun­gen für die Gewin­ner­mit­tlung nach Durch­schnittssätzen:
• flächen­lose Son­der­nutzun­gen (wie Imk­erei und Wan­der­schäfer­ei) fall­en kün­ftig in den Anwen­dungs­bere­ich des § 13a EStG;
• der Grund­be­trag für die land­wirtschaftliche Nutzung wird ein­heitlich auf 350 € Gewinn/ha selb­st­genutzter Fläche fest­ge­set­zt, ab 26 VE erfol­gt ein maßvoller Zuschlag von 300 € je Viehein­heit (bish­eriger Bezug zur Ein­heits­be­w­er­tung ent­fällt damit);
• der Gewinnzuschlag für jede Son­der­nutzung wird angepasst und maßvoll von 512 € auf 1.000 € ange­hoben:
• ein Son­dergewinn aus der Veräußerung von Wirtschafts­gütern des übri­gen Anlagev­er­mö­gens (z. B. Trak­toren, Tiere) wird nur erfasst, wenn der jew­eilige Veräußerung­spreis mehr als 15.000 € beträgt.