Das Bay­erische Lan­desamt für Steuern (Bay-LfSt) hat mit Ver­fü­gung vom 14.10.2014 – S 2232.1.1–2/3 St32 Vere­in­fachungsregelun­gen bei der Fest­stel­lung der Betrieb­seigen­schaft und der Kauf­preisaufteilung bei Veräußerung von Forstflächen fest­gelegt.
Hin­sichtlich des Vor­liegens eines Forst­be­triebs ist es nach dieser Ver­fü­gung nicht zu bean­standen, wenn aus Grün­den der Ver­wal­tungsvere­in­fachung bei forstwirtschaftlich genutzten Flächen von fol­gen­den Flächen­größen aus­ge­gan­gen wird:
• Bei ein­er Flächen­größe bis 2 ha ist man­gels eines Totalüber­schuss­es regelmäßig keine Betrieb­seigen­schaft gegeben.
• Bei ein­er Flächen­größe ab 2 ha ist regelmäßig ein Totalüber­schuss und damit eine Betrieb­seigen­schaft gegeben.

Diese Grund­sätze gel­ten entsprechend, wenn zu entschei­den ist, ob zu einem luf Betrieb gehörende Forstflächen als Teil­be­trieb i.S.d. R 14 Abs. 4 ESt-Richtlin­ien zu werten sind.
Für Verkäufe mit Wald­flächen bis 10 ha gilt:
• Wald­flächen bis 5 ha: Pauschale Aufteilung des Kauf­preis­es mit 40 % Grund und Boden und 60 % auf ste­hen­des Holz.
• Wald­flächen über 5 bis 10 ha: Bear­beitung in eigen­er Zuständigkeit des Finan­zamts. Für die Wert­er­mit­tlung des auf­ste­hen­den Holzes wer­den vom Forstsachver­ständi­gen des BayLf­St jährlich Bestandswert­ta­bellen zur Ver­fü­gung gestellt.
Die Bear­beitung von Verkaufs­fällen mit Wald­flächen über 10 ha erfol­gt unter Ein­schal­tung des Forstsachver­ständi­gen des BayLf­St. Die Ver­fü­gung gilt in allen noch offe­nen Fällen.

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