Der Ein­schlag einzel­ner Bäume führe danach nicht zum Unter­gang eines Wirtschaftsguts und insoweit auch nicht zur Min­derung der Anschaf­fungs- und Her­stel­lungskosten des ste­hen­den Holzes. Nach der BFH-Recht­sprechung wer­den die Voraus­set­zun­gen etwa bei einem Kahlschlag als erfüllt ange­se­hen. Dazu nimmt der Sen­at an, dass beim Kahlschlag eine Abspal­tung des Buch­w­erts von dem Bestand an ste­hen­dem Holz stat­tfind­et und bei Verkauf vom Anlagev­er­mö­gen in das Umlaufver­mö­gen wech­selt. Der Buch­w­ert des verbleiben­den Holzbe­stands repräsen­tiert dessen Anschaf­fungs- und Her­stel­lungskosten, sodass er durch die Abspal­tung nicht unter den Teil­w­ert fall­en kann.
Der Sen­at ver­wies darauf, dass eine reine Durch­forstungs­maß­nahme, also der Ein­schlag nicht hieb­sreifer Bäume, wed­er zu einem Bestandsab­gang noch zu ein­er Wert­min­derung des fortbeste­hen­den Bestands führt. Die Sub­stanz­min­derung durch den Ein­schlag fällt im Ver­gle­ich zur Sub­stanzsicherung des zu erhal­tenden Baumbe­standes nach Ein­schätzung des Sen­ats nicht ins Gewicht. Dies ist unab­hängig davon, ob bei den Durch­forstungs-maß­nah­men auch erhe­bliche Rück­stände aufgear­beit­et wer­den. Zu den Durch­forstungs­maß­nah­men rech­net der Sen­at auch den Ein­schlag nicht hieb­sreifer Bäume zur Anlage eines nicht befes­tigten Rück­eweges. Die Anlage der unbe­fes­tigten Rück­ewege führe vor allen Din­gen nicht zu der Entste­hung eines neuen Wirtschaftsguts.
Der BFH entsch­ied, dass ein solch­er Abzug beim Ein­schlag in Zusam­men­hang mit Durch­forstungs­maß­nah­men nicht in Betra­cht komme, weil der Wald dadurch nicht an Wert ver­liere. Anders sei es jedoch bei Ein­schlä­gen, die für die Freiräu­mung von Flächen für befes­tigte Wege und Lager­plätze erforder­lich wür­den. Weil das Finanzgericht bish­er einen Abzug ins­ge­samt für unzuläs­sig gehal­ten und dementsprechend den anteili­gen Wert der eingeschla­ge­nen Stämme nicht ermit­telt hat­te, ver­wies der BFH das Ver­fahren an das FG zurück.

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