Mit Urteilen vom 10.9.2014 – XI R 33/13 und vom 21.1.2015 – XI R 13/13 hat sich der BFH zur Umsatzbesteuerung von Pfer­de­pen­sion­sleis­tun­gen geäußert. Leis­tun­gen aus der Pen­sion­shal­tung von nicht zu land- und forstwirtschaftlichen (luf) Zweck­en gehal­te­nen Pfer­den unter­liegen wie bish­er wed­er der Durch­schnittssatzbesteuerung nach § 24 UStG noch dem ermäßigten Umsatzs­teuer­satz nach § 12 Abs. 2 Nr. 3 UStG.
Im Ver­fahren XI R 13/13 hat der BFH jedoch ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Finanzver­wal­tung entsch­ieden, dass die Anwen­dung der Durch­schnittssatzbesteuerung auf son­stige Leis­tun­gen eines Land- und Forstwirts nicht schon deshalb aus­geschlossen ist, weil der Leis­tungsempfänger kein Land- oder Forstwirt ist. Mit Schreiben vom 27.8.2015 – III C 2 – S 7410/07/1005 hat das BMF den Umsatzs­teuer-Anwen­dungser­lass (UStAE) vom 1.10.2010 in den Abschnit­ten 12.2 (Abs. 3 Satz 2) und 24.3 (Abs. 2 Satz 1, Abs. 4 Satz 3, Abs. 5, Abs. 10 Satz 1, Abs. 11 Satz 2 und Abs. 12) geän­dert bzw. ergänzt.
Für die Anwen­dung der Durch­schnittssatzbesteuerung ist nicht mehr Voraus­set­zung, dass der Leis­tungsempfänger die Erzeugertätigkeit im Rah­men eines luf Betriebs ausübt. Wird die son­stige Leis­tung an eine Per­son erbracht, die keine Tätigkeit der land­wirtschaftlichen Erzeu­gung ausübt, ist davon auszuge­hen, dass die Erzeu­gung nicht zur land­wirtschaftlichen Erzeu­gung beiträgt. Betreibt der Leis­tungsempfänger eine Tierzucht oder Tier­hal­tung außer­halb eines luf Betriebs, ist diese nur dann eine Tätigkeit der land­wirtschaftlichen Erzeu­gung, wenn sie jew­eils in Verbindung mit der Boden­be­wirtschaf­tung und in den Fällen der Tier­hal­tung nicht lediglich aus pri­vat­en Grün­den zu Freizeitzweck­en erfol­gt.

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