Das Finanzmin­is­teri­um Baden-Würt­tem­berg (FM) trägt den Schä­den durch die anhal­tende Trock­en­heit in der Land­wirtschaft mit Erlass vom 19.8.2015 – 3-S1915/25 Rech­nung.
Bis zum 31.12.2015 kön­nen Betrof­fene Anträge auf Stun­dung der bis dahin fäl­li­gen Steuern sowie Anträge auf Anpas­sung der ESt- bzw. KSt-Vorauszahlun­gen stellen. Ein wert­mäßiger Einzel­nach­weis der Schä­den ist nicht erforder­lich. Auf Stun­dungszin­sen wird in der Regel verzichtet. Stun­dungsanträge für nach dem 31.12.2015 fäl­lige Steuern und Vorauszahlun­gen sind beson­ders zu begrün­den. Bis zum 31.12.2015 wird von Voll­streck­ungs­maß­nah­men abge­se­hen. Säum­niszuschläge für den Zeitraum vom 1.8.2015 bis zum 31.12.2015 wer­den erlassen.
Land­wirten mit Gewin­ner­mit­tlung nach § 13a EStG kann bei Ertragsaus­fällen die aus dem Ansatz des Grund­be­trages und den Zuschlä­gen für Son­der­nutzun­gen resul­tierende Einkom­men­steuer ganz oder teil­weise erlassen wer­den, soweit keine Ansprüche aus Ver­sicherungsleis­tun­gen beste­hen. Ver­sicherungsleis­tun­gen für Ern­teaus­fälle von ein­jähri­gen Kul­turen oder Dauerkul­turen kön­nen bei buch­führen­den Land- und Forstwirten durch eine steuer­freie Rück­lage in Höhe des Entschädi­gungsanspruchs neu­tral­isiert wer­den. Die Rück­lage ist im Fol­ge­jahr erfol­gswirk­sam aufzulösen. Aus­nahme von dieser Regelung: wenn der Ver­sicherungs­fall im gle­ichen Wirtschaft­s­jahr einge­treten ist, in dem auch die Ernte ange­fall­en wäre. Bei Land­wirten mit Gewin­ner­mit­tlung nach § 4 Abs. 3 EStG ist sin­ngemäß zu ver­fahren.
Die Aufwen­dun­gen für Wieder­anpflanzun­gen zer­störter Anla­gen kön­nen als Betrieb­saus­gaben behan­delt wer­den, wenn der bish­erige Buch­w­ert beibehal­ten wird.