Die Finanzver­wal­tung hat mit BMF-Schreiben vom 15.12.2015 den Umsatzs­teuer-Anwen­dungser­lass (UStAE) auf neuesten Stand gebracht. Die bish­erige Fas­sung berück­sichtigte nicht die seit dem BMF-Schreiben vom 10.12.2014 ergan­gene Recht­sprechung.
In Abschn. 24.6 UStAE ist die Vere­in­fachungsregel für pauschalierende Land- und Forstwirte enthal­ten, die im Rah­men ihres Betriebs auch Umsätze aus­führen, die der Regelbesteuerung unter­liegen (z. B. Liefer­un­gen zugekaufter Erzeug­nisse oder die Erbringung son­stiger Leis­tun­gen, die nicht land­wirtschaftlichen Zweck­en dienen, aber einen engen Bezug zur land- und forstwirtschaftlichen Erzeugertätigkeit des Unternehmers aufweisen).
Diese Umsätze wer­den unter fol­gen­den Vor-aus­set­zun­gen in die Durch­schnitts­besteuerung ein­be­zo­gen:
– die Umsätze betra­gen voraus­sichtlich nicht mehr als 4.000 € (Net­to­be­trag) im laufend­en Kalen­der­jahr;
– der Unternehmer führt in dem Kalen­der­jahr voraus­sichtlich keine Umsätze aus, die eine Verpflich­tung zur Abgabe ein­er Umsatzs­teuer­erk­lärung nach § 18 Abs. 3 oder 4a UStG nach sich ziehen.
Die Vere­in­fachungsregelung umfasst nur solche son­sti­gen Leis­tun­gen, die ihrer Art nach in Abschn. 24.3. Abs. 1 Satz 2 genan­nt oder mit den darin genan­nten Leis­tun­gen ver­gle­ich­bar sind, die beim Leis­tungsempfänger nicht zur land­wirtschaftlichen Erzeu­gung beitra­gen (z. B. Maschi­nen­leis­tun­gen für Nicht­land­wirte mit zur nor­malen Aus­rüs­tung des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs gehören­den Maschi­nen).