Die Ein­führung ein­er Steuer­glät­tungsvorschrift in § 34c des Einkom­men­steuerge­set­zes kann für Betriebe
mit stark schwank­enden Ergeb­nis­sen nachträglich die Steuern reduzieren. Weil sich
Gewinnschwankun­gen wegen des pro­gres­siv­en Steuer­tar­ifs sehr nachteilig auswirken, wurde anstelle
der bish­eri­gen Steuer­berech­nung auf Zwei-Jahres-Basis ein drei­jähriger Betra­ch­tungszeitraum einge­führt,
anhand dessen eine indi­vidu­elle Steuer­ermäßi­gung ermit­telt wird. Stark gesunkene Gewinne oder gar
Ver­luste kön­nen sich damit auf drei Steuer­jahre auswirken und zu ein­er Steuerre­duzierung führen.
Die Betrieb­s­gewinne wer­den zwar zunächst wie bish­er ver­s­teuert, aber die darauf gezahlten Steuern
kön­nen nachträglich ver­ringert wer­den, wenn inner­halb der drei Jahre die auf die Gewinne zunächst
gezahlte Einkom­men­steuer höher ist als eine fik­tiv ermit­telte Steuer unter Berück­sich­ti­gung der län­geren
Verteilung im Betra­ch­tungszeitraum.
Die Steuer­ermäßi­gung soll jew­eils im let­zten Jahr des Betra­ch­tungszeitraums zu ein­er Tar­ifglät­tung
führen und erst­mals für 2016 und für den Betra­ch­tungszeitraum 2014 bis 2016 greifen. Allerd­ings
ver­ständigte sich die Bun­desregierung im Rah­men eines Kom­pro­miss­es bei der Gültigkeit des Geset­zes
auf eine zeitliche Begren­zung von neun Jahren, rück­wirk­end ab 2014 bis ein­schließlich 2022. Diese
Glät­tungsvorschrift set­zt keinen Antrag voraus, son­dern ist von Amts wegen vorzunehmen und kann im
Einzelfall auch zu Steuer­nachzahlun­gen führen. Im Moment ste­ht die Vorschrift noch unter dem
Vor­be­halt der Zus­tim­mung durch die EU.

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