Das Bun­desmin­is­teri­um der Finanzen (BMF) hat in einem Anwen­dungss­chreiben vom 20.3.2017 zu den Zweifels­fra­gen beim Investi­tion­s­abzugs­be­trag (IAB) nach § 7g Abs. 1 bis 4 und 7 EStG Stel­lung genom­men:
• Eine erhöhte Nach­weispflicht für die Bil­dung eines IAB in der Betrieb­seröff­nungsphase gibt es nicht. Der Steuerpflichtige muss glaub­haft dar­legen, dass er eine ern­sthafte Betrieb­seröff­nungsab­sicht hat.
• Für Investi­tio­nen im Son­der­be­trieb­sver­mö­gen ein­er Mitun­ternehmer­schaft kann ein IAB beansprucht wer­den, jedoch hat das BMF offen gelassen, ob ein für das Gesamthandsver­mö­gen beab­sichtigter Abzugs­be­trag auch für Investi­tio­nen im Son­der­be­trieb­sver­mö­gen ver­wen­det wer­den kann.
• Eine konkrete Investi­tion­s­ab­sicht muss nicht nachgewiesen wer­den. Der IAB kann vielmehr ohne Weit­eres für jeden Betrieb bis zu 200.000 € beansprucht wer­den.
IAB kön­nen ohne weit­ere Angaben entwed­er im Rah­men der Steuer­erk­lärung oder – bei gegebe­nen ver­fahren­srechtlichen Voraus­set­zun­gen – im Rechts­be­helfsver­fahren oder durch Änderungsantrag (§ 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO) gel­tend gemacht wer­den.
• Erläutert wird, wie die Abzugs­be­träge, Hinzurech­nun­gen und Rück­gängig­machun­gen bei der Gewin­ner­mit­tlung nach vorgeschriebe­nen Daten­sätzen über­mit­telt wer­den.
• Restrik­tio­nen im Falle der Änderung und der nachträglichen Gel­tend­machung eines IAB gibt es nicht mehr; dies gilt auch für die Gel­tend­machung eines IAB zur Kom­pen­sa­tion von Betrieb­sprü­fungs-Mehrergeb­nis­sen.

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