Ver­sorgungsleis­tun­gen nach § 10 Abs. 1a Nr. 2 Einkom­men­steuerge­setz (EStG) sind mit ihrem tat­säch­lichen Wert, der im Einzel­nen nachzuweisen ist, abziehbar. Fraglich kön­nte sein, wie unbare Altenteil­sleis­tun­gen anzurech­nen sind. Dazu hat sich das Bay­erische Lan­desamt für Steuern am 24.1.2017 – S 2221.1.1–10/39 St32 geäußert. Die Behörde führt aus, dass es nicht zu bean­standen sei, wenn der Wert der unbaren Altenteil­sleis­tun­gen am Maßstab der Sach­bezugswerte des § 2 Abs. 1 der Sozialver­sicherungsent­geltverord­nung (SvEV) in der für den jew­eili­gen Ver­an­la­gungszeitraum gel­tenden Fas­sung geschätzt wird.
Für 2017 ergeben sich bei ein­er Einzelper­son danach für Verpfle­gung 2.892 € und für Heizung, Beleuch­tung, andere Nebenkosten 645 € = gesamt 3.537 €. Bei einem Altenteil­er-Ehep­aar/ein­er Altenteil­er­part­ner­schaft sehen die Beträge für 2017 wie fol­gt aus: Verpfle­gung: 5.784 €, Heizung, Beleuch­tung, andere Nebenkosten: 1.290 €, gesamt: 7.074 €. Die Werte berück­sichti­gen freie Verpfle­gung sowie freie Heizung, Beleuch­tung und andere Nebenkosten. Für die freie Heizung, Beleuch­tung und andere Nebenkosten wer­den nach der Änderung der Sach­bezugsverord­nung (vgl. § 3 und § 4 Abs. 2 Sach­BezV 1995) die Beträge geschätzt. Nach­weis­bar gezahlte Bar­leis­tun­gen kön­nen daneben berück­sichtigt wer­den.
Bei den Altenteils­berechtigten sind die Altenteil­sleis­tun­gen als son­stige Einkün­fte nach § 22 Nr. 1a EStG anzuset­zen. Wird auf­grund eines Altenteilsver­trags eine Woh­nung über­lassen, ist der Nutzungswert der Woh­nung wed­er beim Altenteilsverpflichteten als Ver­sorgungsleis­tung noch beim Altenteil­er als wiederkehrende Bezüge zu erfassen.