In den Urteilen 1 K 547/14 und 1 K 2402/14 vom 12.10.2017 entsch­ied das Hes­sis­che Finanzgericht (FG), dass auch beim massen­haften Han­del von Klei­dungsstück­en und von Mod­e­schmuck im Niedrig­preis­seg­ment ein Vors­teuer­abzug nur vorgenom­men wer­den kann, wenn die Rech­nung eine ein­deutige und leicht nach­prüf­bare Fest­stel­lung der Leis­tung ermöglicht, über die abgerech­net wird.
In den bei­den Klagev­er­fahren waren die Klägerin­nen im Tex­til­han­del bzw. im Han­del mit Mod­e­schmuck tätig. Die Klei­dungsstücke wur­den in großen Men­gen in ver­schiede­nen Größen und Far­ben eingekauft, wobei die pauschale Beze­ich­nung in den Rech­nun­gen sich auf eine Waren­klasse und die Angabe ein­er erhe­blichen Stück­zahl im min­destens dreis­tel­li­gen Bere­ich beschränk­te. Im zweit­en Ver­fahren wurde nur „divers­er Mod­e­schmuck“ in den Rech­nun­gen angegeben. Eine Konkretisierung der Leis­tungs­beschrei­bun­gen fehlte. Das FG entsch­ied, dass die stre­it­i­gen Rech­nun­gen man­gels hin­re­ichen­der Leis­tungs­beschrei­bung und fehlen­der Iden­ti­fika­tion­s­möglichkeit den geset­zlichen Anforderun­gen zum Vors­teuer­abzug aus Rech­nun­gen nicht genügten.

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