In der Entschei­dung des Bun­des­fi­nanzhofs (BFH) vom 29.11.2017 – X R 34/15 ging es u. a. um die Frage, ob die vom Kläger an eine GmbH ver­pachteten Büroräume für diese eine wesentliche Betrieb­s­grund­lage darstell­ten (was auch steuer­liche Kon­se­quen­zen hin­sichtlich der Ein­stu­fung als Pri­vatver­mö­gen oder als Betrieb­sver­mö­gen hat). Der BFH legt diesen geset­zlich nicht definierten Begriff der „wesentlichen Betrieb­s­grund­lage“ weit aus.
Der BFH hat entsch­ieden, dass auch Büroräume im Regelfall als wesentliche Betrieb­s­grund­lage anzuse­hen sind. Dies gilt nicht nur für ganze Büro­ge­bäude (dazu u. a. BFH, Urteil vom 23.5.2000 – VIII R 11/99) oder Miteigen­tum­san­teile an Büro­ge­bäu­den (dazu BFH, Urteil vom 10.11.2005 – IV R 7/05), son­dern auch für eine Büroetage (dazu BFH, Urteil vom 14.2.2007 – XI R 30/05) und selb­st für einen Büro­raum in einem anson­sten zu eige­nen Wohnzweck­en genutzten Ein­fam­i­lien­haus („häus­lich­es Arbeit­sz­im­mer“), wenn sich dort der Mit­telpunkt der Geschäft­sleitung der Betriebs-Kap­i­talge­sellschaft befind­et (dazu u. a. BFH, Urteil vom 13.7.2006 – IV R 25/05).
Weit­er hat der BFH in diesem Zusam­men­hang aus­ge­führt, dass eine zu ein­er Betrieb­sauf­s­pal­tung führende sach­liche Ver­flech­tung auch dann anzunehmen ist, wenn die wesentliche Betrieb­s­grund­lage, die ein Gesellschafter ein­er Betriebs-Kap­i­talge­sellschaft über­lässt, zwar nicht im Eigen­tum des Gesellschafters ste­ht, er sie aber aus eigen­em Recht nutzen kann und zur Nutzungsüber­las­sung berechtigt ist.
Eine weit­ere Entschei­dung in diesem Urteil bet­rifft eine durch das Finanzgericht aus­ge­sproch­ene Revi­sion­szu­las­sung, die nach den Aus­führun­gen des BFH den BFH bindet.

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