Nach Abstim­mung mit den ober­sten Finanzbe­hör­den der Län­der hat das
Bun­des­fi­nanzmin­is­teri­um mit Ver­wal­tungss­chreiben vom 29.4.2019 – IV C 7 – S2291/19/10001, 2019/0352213 zur Bewäl­ti­gung der beson­deren Forstschä­den des Jahres 2018 für die abwe­ichen­den Wirtschaft­s­jahre 2017/2018 und 2018/2019 bzw. für das mit dem Kalen­der­jahr 2018 übere­in­stim­mende Wirtschaft­s­jahr bun­de­sein­heitlich eine Regelung getrof­fen.
Bei der Gewin­ner­mit­tlung durch Betrieb­sver­mö­gensver­gle­ich kann für Kalamität­sholz, das auf Schadensereignis­sen beruht, die im Zeitraum vom 1.1.2018 bis 31.12.2018 ent­standen sind, von der Aktivierung des eingeschla­ge­nen und unverkauften Kalamität­sholzes ganz oder teil­weise
abge­se­hen wer­den, wenn der Schaden das Dop­pelte des maßge­blichen Nutzungssatzes über­steigt.
Für Kalamität­sholz, das auf Schadensereignis­sen beruht, die im Zeitraum vom 1.1.2018 bis 31.12.2018 ent­standen sind und spätestens bis zum 31.3.2019 der zu ständi­gen Finanzbe­hörde mit­geteilt wur­den, gilt aus sach­lichen Bil­ligkeits­grün­den ein­heitlich der Steuer­satz von einem
Vier­tel des durch­schnit­tlichen Steuer­satzes gemäß § 163 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Abgabenord­nung in Verbindung mit § 34b Abs. 3 Nr. 2 Einkom­men­steuerge­setz und R 34b.7 Abs. 4 Einkom­men­steuer-Richtlin­ien, sofern der Schaden das Dop­pelte des maßge­blichen Nutzungssatzes über­steigt. Begün­stigt ist die gesamte Schadens­menge, die für diese
Schadensereignisse anerkan­nt wurde. Die Ver­wal­tungsan­weisun­gen der vom Sturmtief „Friederike “ betrof­fe­nen Län­der, die diesen Regelun­gen ent­ge­gen­ste­hen, sind auf­grund dieser bun­de­sein­heitlichen Regelung nicht (mehr) anzuwen­den.

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