Das Bun­des­fi­nanzmin­is­teri­um (BMF) befasst sich im Erlass vom 18.9.2020 aus­führlich mit der Tar­ifer­mäßi­gung bei Einkün­ften aus Land- und Forstwirtschaft nach § 32c EStG (IV C 7 – S 2230/19/10003 :007).
Kurz­er Rück­blick: Die Europäis­che Kom­mis­sion stellte am 30.1.2020 durch Beschluss fest, dass es sich bei § 32c EStG in der Fas­sung des Geset­zes zur weit­eren steuer­lichen Förderung der Elek­tro­mo­bil­ität und zur Änderung weit­er­er steuer­lich­er Vorschriften vom 12.12.2019 um eine mit
dem Bin­nen­markt vere­in­bare Bei­hil­fe der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land han­delt.
Die steuer­ab­schnittsüber­greifende Tar­ifer­mäßi­gung ist daher am 30.1.2020 in Kraft getreten. Die Regelung ermöglicht eine durch­schnit­tliche Besteuerung von Einkün­ften aus Land- und
Forstwirtschaft für einen Zeitraum von drei Jahren.
Der Erlass set­zt sich mit den ins­ge­samt drei Tar­ifer­mäßi­gungszeiträu­men (2014 –2016, 2017 –2019 und 2020–2022) auseinan­der und gibt Auskun­ft über die Zugangsvo­raus­set­zun­gen, die Ermit­tlung
der Tar­ifer­mäßi­gung sowie die Änderung ein­er gewährten Tar­ifer­mäßi­gung.
Hin­sichtlich der Ermit­tlung der Tar­ifer­mäßi­gung wird aus­führlich auf die begün­stigten Einkün­fte aus Land- und Forstwirtschaft, auf die Summe der pos­i­tiv­en Einkün­fte, auf die fik­tive Steuer­berech­nung, auf die Ermit­tlung der anteili­gen tar­i­flichen Einkom­men­steuer, auf eine
Bilanzän­derung für Ver­an­la­gungszeiträume vor Inkraft­treten der Tar­ifer­mäßi­gung sowie auf die Beson­der­heit­en bei Ehe­gat­ten und Lebenspart­nern einge­gan­gen. Auch eine began­gene Steuerverkürzung wird im Erlass behan­delt. Der Erlass ist in allen noch offe­nen Fällen
anzuwen­den.

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